Fünfzig Franken Startguthaben ohne Einzahlung: was davon übrig bleibt

Stand: 30 Oktober 2026 · Geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Casinos vom 17. März 2026.

Nahaufnahme einer Hand, die auf einem Smartphone eine Zahlungsbestätigung antippt, im Hintergrund eine gemütliche Wohnzimmerecke am Abend.
Casino777 verlangt für Einzahlungen mit Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung keine Gebühren.

Ein Wort, das in der Casinowerbung nie fehlt, ist «gratis». Fünfzig Franken Startguthaben ohne Einzahlung klingt nach einem Geschenk, mit dem sich nichts riskieren lässt — bis die Rechnung kommt. In der Schweiz kann ein solches Angebot nur von den zehn Spielbanken ausgesprochen werden, die eine ESBK-Konzessionserweiterung für den Online-Vertrieb besitzen; alles andere bewegt sich am Rand des Geldspielgesetzes, und wer dort spielt, spielt ohne Schutz. Dieser Text nimmt das Angebot auseinander: was es wirklich ist, was es kostet, wer es überhaupt aussprechen darf und wann der Strich unter dem Strich sinnvoller ist als der nächste Bonus.

Die Mechanik ist überall ähnlich: ein Casino schreibt einem neuen Konto einen Bonusbetrag gut, der ohne eigene Einzahlung sofort genutzt werden darf. Was sich unterscheidet, sind die Bedingungen — und genau dort entscheidet sich, was die fünfzig Franken am Ende bedeuten. Wer das nicht liest, hat am Schluss weniger als die Hälfte dessen, was auf dem ersten Blick versprochen wurde.

Inhaltsverzeichnis

  1. Verantwortungsvolles Spielen als Rahmen für jedes Angebot
  2. Ein- und Auszahlungen: Währung, Wege und was wirklich schnell ist
  3. Wie ein Bonus ohne Einzahlung wirklich funktioniert
  4. Spiele, Anbieter und Live-Tische: Wo das Bonusgeld zählt
  5. Demo und Gratisspiel: Was der Unterschied zum Bonus ist
  6. Die zehn konzessionierten Anbieter im Vergleich
  7. Was die Werbung verschweigt: Die Rechnung hinter dem Bonus
  8. Auszahlungsgrenzen und die Frage der Steuerfreiheit
  9. Warum «gratis» nicht gratis ist — und warum das hier wichtig ist
  10. Was Spielerinnen und Spieler aus diesem Markt mitnehmen
  11. Die Rechtslage: Wer spielen darf und wer nicht
  12. Häufige Fragen rund um den CHF-50-Bonus ohne Einzahlung

Verantwortungsvolles Spielen als Rahmen für jedes Angebot

Ein Startguthaben ohne Einzahlung ist Werbung. Es soll Spielerinnen und Spieler ins Casino ziehen, und genau deshalb steht es am Anfang jeder verantwortungsvollen Spielpraxis unter einem besonders scharfen Blick. Die Schweiz hat mit dem Geldspielgesetz einen Rahmen geschaffen, der nicht nur Lizenzen vergibt, sondern auch die Spielbanken verpflichtet, ihre Kundinnen und Kunden zu schützen.

Person sitzt entspannt mit Tablet auf dem Sofa, warmes Lampenlicht, eine Tasse Tee steht daneben auf einem kleinen Tisch.
Bei StarVegas beträgt die Mindesteinzahlung CHF 10.-.

Wer ein Konto eröffnet, muss sich vollständig identifizieren. Anonymes Spielen ist in konzessionierten Häusern ausgeschlossen, und ein Identitätsnachweis ist bereits vor der ersten Auszahlung Pflicht. Auf diesem Konto können Spielerinnen und Spieler eigene Limiten setzen: Einzahlungslimiten, Verlustlimiten und Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit gehören zum Standard, ebenso ein Selbsttest, der das eigene Verhalten spiegelt. Wer merkt, dass die Kontrolle kippt, kann eine Spielpause zwischen 15 Minuten und 6 Monaten festlegen, wahlweise für das ganze Angebot oder nur für ausgewählte Spielkategorien.

Daneben steht die Spielsperre. Sie ist nicht an ein einzelnes Casino gebunden, sondern gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der ganzen Schweiz und — seit dem 7. Januar 2025 — auch im Fürstentum Liechtenstein. Wer sie einmal beantragt, kann sie frühestens nach drei Monaten wieder aufheben lassen, und auch nur, wenn der Grund, der zur Sperre geführt hat, nicht mehr besteht. Für die Beantragung verlangen die Spielbanken eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweises, etwa Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder den Schweizer Führerausweis.

Was viele übersehen: Die Spielbanken sind verpflichtet, von Spielerinnen und Spielern, die häufig oder mit hohen Einsätzen spielen, einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse einzufordern. Wer diesen Nachweis nicht erbringt oder wer die geforderten wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht erfüllt, wird gesperrt. Das ist nicht Schikane; es ist die Sozialkonzept-Pflicht, die das Gesetz jedem konzessionierten Anbieter auferlegt.

Wer spürt, dass das eigene Spielverhalten kippt, findet Hilfe ausserhalb der Casinos. Die zentrale Anlaufstelle für Spielerinnen und Spieler mit riskantem Spielverhalten ist die Fachstelle Sucht, regionale Beratungsangebote ergänzen das Bild.

Ein- und Auszahlungen: Währung, Wege und was wirklich schnell ist

Wer in einem Schweizer Online-Casino spielt, zahlt in Franken, hebt in Franken ab und sieht den Kontostand in Franken. Die Zahlungsmethoden sind auf die lokalen Schienen ausgerichtet, und ein wesentlicher Teil davon arbeitet sofort.

TWINT ist bei fast allen Anbietern die schnellste Lösung. Die Gutschrift erfolgt, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist, und fällt ohne Zusatzgebühren an. Kreditkarten — Visa, Mastercard, bei manchen Häusern auch Diners Club und Discover — funktionieren ebenfalls sofort. PostFinance, Apple Pay und Paysafecard ergänzen das Bild. Was nicht jeder Anbieter im Portfolio hat, sind E-Wallets wie Skrill und Neteller; sie sind nicht überall verfügbar, gehören aber bei einigen Häusern zum Sortiment.

Die Mindesteinzahlung liegt bei den meisten Anbietern bei CHF 10.-, unabhängig von der Methode. Der Mindestbetrag für eine Auszahlung variiert: Mycasino.ch setzt ihn ebenfalls bei CHF 10.- an, wobei das vollständige Guthaben auch darunter ausgezahlt werden kann, und Pasino.ch liegt mit CHF 0.01 besonders tief.

Die Auszahlungsdauer hängt stark von der Methode ab. Bei Jackpots.ch ist die Banküberweisung die langsamste Variante: Sie braucht 1 bis 2 Werktage, bis der Betrag auf dem Spielerkonto verfügbar ist. Mycasino.ch gibt 1 bis 3 Werktage an, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass die genaue Dauer vom Wochentag, der Uhrzeit und der Bank abhängt. Bei TWINT und Kreditkarten geht es in der Regel deutlich schneller. Wichtig zu wissen: Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lautet — Kreditkarten und Revolut sind bei Jackpots.ch ausgeschlossen.

Gebühren? Bei den meisten Anbietern fallen weder für Ein- noch für Auszahlungen Gebühren an. Mycasino.ch etwa verlangt keine, und Casino777.ch erhebt auf Einzahlungen mit Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung ausdrücklich keine Gebühren. Bevor eine Auszahlung beantragt wird, ist die Verifizierung abgeschlossen — das ist Voraussetzung, nicht Formalität.

Anbieter Akzeptierte Einzahlungsmethoden Mindesteinzahlung Mindestauszahlung
Casino777.ch Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card, Banküberweisung — —
Swiss Casinos Visa, Mastercard, Diners Club, Discover, TWINT, Apple Pay, PostFinance (inkl. E-Finance), paysafecard, Banküberweisung — —
StarVegas.ch VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon, paysafecard CHF 10.- —
Casineo.ch TWINT, Kreditkarten, PostFinance CHF 10.- —
7melons TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance, Paysafecard CHF 10.- (PostFinance max. CHF 100’000.-) —
Admiral.ch Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay, Twint — —
Jackpots.ch TWINT, PostFinance, Kreditkarte, Banküberweisung, Apple Pay, Paysafecard — —
Mycasino.ch — — CHF 10.- (oder vollständig darunter)
Swiss4win.ch TWINT (ab CHF 10.-, ohne Zusatzgebühren, sofortige Gutschrift) CHF 10.- —
Pasino.ch Twint, Apple Pay, Visa, Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller, Skrill, Banküberweisung CHF 10.- CHF 0.01

Was die Tabelle nicht zeigt: Welche Methode bei welchem Anbieter die tatsächlich schnellste Auszahlung liefert. Das hängt von der Tageszeit, der Bank und der Verifizierung ab, und die Anbieter formulieren ihre Zeitangaben unterschiedlich — von «sofort» über «1 bis 2 Werktage» bis zu «1 bis 3 Werktage».

Wie ein Bonus ohne Einzahlung wirklich funktioniert

Ein Startguthaben ohne Einzahlung sieht im ersten Moment wie geschenktes Geld aus. Wer ein Konto eröffnet, bekommt einen Betrag auf das Spielkonto gutgeschrieben, ohne vorher selbst Geld eingezahlt zu haben. In der Praxis stecken hinter jedem solchen Angebot drei Hebel, die bestimmen, was am Ende übrig bleibt: die Umsatzbedingung, der maximale Auszahlungsbetrag und die Frist.

Die Umsatzbedingung ist der wichtigste. Sie legt fest, wie oft der Bonus — und manchmal auch die Gewinne aus dem Bonus — durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich wird. Üblich sind Faktoren zwischen dem 30-Fachen und dem 50-Fachen des Bonusbetrags. Bei Jackpots.ch beträgt die Umsatzbedingung für Boni das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, umzusetzen innerhalb einer Frist von standardmässig 1 Monat. Bei Mycasino.ch muss der Bonusbetrag des Einzahlungsbonus innerhalb von 30 Tagen nach Aktivierung 35-mal umgesetzt werden.

Die Frist ist der zweite Hebel. Wer die Umsatzbedingung nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit erfüllt, verliert den Bonus und alle damit erzielten Gewinne. Bei Mycasino.ch gilt eine Frist von 30 Tagen, bei Jackpots.ch ebenfalls rund ein Monat.

Der maximale Auszahlungsbetrag ist der dritte Hebel. Viele Anbieter begrenzen, wie viel von einem Bonusgewinn tatsächlich ausbezahlt wird. Das ist der Moment, in dem aus «geschenkten fünfzig Franken» schnell ein viel kleinerer Betrag wird.

Was viele nicht wissen: Nicht alle Spiele tragen gleich viel zur Umsatzbedingung bei. Spielautomaten werden in der Regel zu 100 % angerechnet, Tischspiele oft nur zu einem Bruchteil — oder, wie bei Jackpots.ch, mit einem 300-fachen Faktor statt eines 30-fachen. Wer mit dem Bonusgeld Roulette spielt, dreht sehr lange, bevor die Bedingung erfüllt ist.

Ein letzter Punkt, der oft übersehen wird: Manche Anbieter gewähren das Startguthaben nur, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitfensters nach der Registrierung eine erste Einzahlung folgt. Wer das Startguthaben ohne Einzahlung erhält, sich aber später entscheidet, doch Geld einzuzahlen, sollte das Kleingedruckte lesen — manche Boni schliessen sich gegenseitig aus.

Spiele, Anbieter und Live-Tische: Wo das Bonusgeld zählt

Ein Startguthaben ohne Einzahlung ist nicht für jedes Spiel gleich viel wert. Die Spielauswahl, in der das Bonusgeld eingesetzt werden darf, entscheidet darüber, wie schnell die Umsatzbedingung erfüllt werden kann und wie viel Unterhaltung der Bonus bietet.

Spielautomaten sind der Standard, wenn es um Bonusgeld geht. Sie tragen in der Regel zu 100 % zur Umsatzbedingung bei, und sie sind das Spielsegment, in dem die Spielbanken ihr Angebot am breitesten aufstellen. Jackpots.ch bietet über 2’500 Casino-Spiele an, Mycasino.ch sogar über 3’000. Das ist eine Grössenordnung, in der für jedes Thema etwas dabei ist.

Das Live-Casino wird bei den meisten Schweizer Anbietern von den gleichen Studios beliefert. Jackpots.ch nennt Evolution und Pragmatic Play als Lieferanten. Mycasino.ch führt Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming auf. Hacksaw Gaming ist dabei ein vergleichsweise junger Name, der mit Slots und Instant Games auffällt; Greentube ist die Online-Marke des österreichischen Novomatic-Konzerns und steht vor allem für klassische Spielautomaten.

Tischspiele sind im Live-Casino breit vertreten — Roulette, Blackjack, Baccarat in verschiedenen Varianten. Wer den Bonus lieber am Tisch setzt, sollte wissen, dass dort der Umsatzfaktor oft deutlich höher ist als an Slots. Bei Jackpots.ch ist der Faktor mit dem 300-fachen so hoch, dass ein Bonus, der an Slots innerhalb weniger Tage durchzuspielen wäre, am Tisch schlicht unrealistisch wird.

Wer das Bonusgeld effizient nutzen will, spielt Slots. Wer lieber am Tisch sitzt, sollte die Bedingungen genau prüfen, bevor er den Bonus aktiviert.

Demo und Gratisspiel: Was der Unterschied zum Bonus ist

Wer ein Spiel ausprobieren will, ohne Geld zu riskieren, hat in den meisten Schweizer Online-Casinos einen Demomodus zur Verfügung. Das ist nicht dasselbe wie ein Startguthaben ohne Einzahlung — und genau hier liegt der Unterschied, der in der Werbung gerne verwischt wird.

Im Demomodus spielt man mit virtuellen Chips, die nichts kosten und nichts wert sind. Gewinne aus dem Demomodus können nicht ausgezahlt werden, weil es kein echtes Geld ist. Der Demomodus ist ein Werkzeug, um ein Spiel kennenzulernen: die Volatilität, die Bonusmechanik, die Auszahlungsquote. Er kostet nichts und bringt nichts — ausser Erfahrung.

Ein Startguthaben ohne Einzahlung ist echtes Geld. Es wird auf einem Echtgeld-Konto gutgeschrieben, es kann eingesetzt werden, und Gewinne, die unter Einhaltung der Umsatzbedingungen erzielt werden, können ausgezahlt werden. Der Unterschied ist also nicht «mit Geld oder ohne Geld», sondern «mit Risiko und mit Chance auf Auszahlung» gegen «ohne Risiko und ohne Chance auf Auszahlung».

Wer ein neues Spiel testen will, sollte den Demomodus nutzen. Wer mit Bonusgeld spielen will, sollte wissen, dass die Umsatzbedingung den Spass schnell in Arbeit verwandeln kann.

Die zehn konzessionierten Anbieter im Vergleich

Die folgende Übersicht listet die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos in der Schweiz auf, alle nach dem Datum ihrer Online-Konzessionserweiterung. Es handelt sich um eine sachliche Gegenüberstellung, keine Rangordnung.

Anbieter Land-Casino Online seit CHF-50-Startguthaben ohne Einzahlung
Jackpots.ch Grand Casino Baden 05.07.2019 —
Mycasino.ch Grand Casino Luzern 22.08.2019 —
Swiss Casinos Casino Pfäffikon 02.09.2019 —
Casino777.ch Casino Davos 09.09.2019 —
StarVegas.ch Casino Interlaken 24.02.2020 —
7melons Grand Casino Bern 15.09.2020 —
Pasino.ch Casino Meyrin 16.11.2020 —
Swiss4Win.ch Casino Lugano 01.03.2021 —
Admiral.ch Casino Mendrisio 16.07.2025 —
Casineo.ch Casino Locarno 17.03.2026 —

Zur Spalte selbst: Die Spalte «CHF-50-Startguthaben ohne Einzahlung» bleibt in der Tabelle leer, weil keine der zehn konzessionierten Schweizer Online-Spielbanken in den geprüften Quellen ein dauerhaftes Startguthaben von fünfzig Franken ohne Einzahlung ausweist, das unabhängig von einer eigenen Einzahlung beansprucht werden kann. Die Anbieter werben mit Einzahlungsboni, Willkommenspaketen und Freispielen — das ist die übliche Struktur. Wer nach einem «Bonus ohne Einzahlung» sucht, sollte prüfen, ob das jeweilige Angebot tatsächlich ohne eigene Einzahlung funktioniert, oder ob der Bonus erst nach der ersten Einzahlung freigeschaltet wird.

Zur Tabelle selbst: Sie zeigt das Grundprinzip des Schweizer Online-Casino-Marktes. Jedes Online-Angebot ist die digitale Verlängerung eines landbasierten Casinos, das seit Jahrzehnten besteht und eine Bundesbewilligung besitzt. Das ist kein Zufall, sondern die Folge des Geldspielgesetzes: Eine separate Online-Konzession gibt es nicht. Wer online spielt, spielt bei einer Schweizer Spielbank, die auch in der Stadt präsent ist.

Was sich zwischen den Häusern unterscheidet, ist das Online-Eröffnungsdatum. Jackpots.ch ist mit dem 5. Juli 2019 das älteste Angebot, Casineo.ch mit dem 17. März 2026 das jüngste. Admiral.ch ist mit dem 16. Juli 2025 ebenfalls noch vergleichsweise neu auf dem Online-Markt, obwohl das Casino Mendrisio selbst seit Jahrzehnten besteht.

Jackpots.ch — der grösste Spielkatalog der Branche

Jackpots.ch ist die digitale Variante des Grand Casino Baden und seit dem 5. Juli 2019 online. Mit über 2’500 Spielen ist der Katalog einer der breitesten, die ein Schweizer Online-Casino anbietet, und das Live-Casino wird unter anderem von Evolution und Pragmatic Play beliefert — zwei Studios, die in der Branche den Standard setzen. Das Willkommenspaket ist auf mehrere Einzahlungen ausgelegt: Auf die ersten vier Einzahlungen gibt es insgesamt bis zu CHF 2’200.- sowie 200 Freespins, wobei die erste Einzahlung zu 100 % bis CHF 700.- verdoppelt wird. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.- vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar.

Die Umsatzbedingung ist 30-fach für Spielautomaten und 300-fach für Tischspiele, mit einer Frist von rund einem Monat. Für die Auszahlung akzeptiert Jackpots.ch nur Schweizer Bank- oder Postkonten auf den eigenen Namen, und die Banküberweisung braucht 1 bis 2 Werktage. Was die Spielpause angeht, ist sie zwischen 15 Minuten und 6 Monaten frei wählbar, wahlweise für das ganze Angebot oder nur für ausgewählte Spielkategorien. Wer ein Einzahlungslimit setzen will, kann das für einen selbst gewählten Zeitraum tun, zum Beispiel ein wöchentliches Limit von CHF 50.-. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen ab 18 Jahren mit einem verifizierten und aktiven Spielerprofil.

Was das für die Frage «Bonus ohne Einzahlung» heisst: Jackpots.ch wirbt nicht mit einem dauerhaften Startguthaben ohne Einzahlung, sondern mit einem gestaffelten Einzahlungs-Willkommenspaket. Wer mit fünfzig Franken spielen will, ohne selbst einzuzahlen, findet hier kein entsprechendes Angebot in den geprüften Quellen.

Mycasino.ch — der Bonus mit Frist und die meisten Spiele

Mycasino.ch gehört zum Grand Casino Luzern und ist seit dem 22. August 2019 online. Der Spielkatalog ist mit über 3’000 Spielen der grösste unter den Schweizer Online-Casinos, das Live-Casino kommt unter anderem von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming. Das Willkommensangebot ist klar strukturiert: 100 % auf die erste Einzahlung bis CHF 300.- sowie 200 Freispiele. Aktiviert wird der Bonus innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung, mit einer Mindesteinzahlung von CHF 10.-. Der Bonusbetrag muss innerhalb von 30 Tagen 35-mal umgesetzt werden, die 200 Freispiele sind je CHF 0.10 wert, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig.

Was die Spielpausen und Limiten angeht, ist das Angebot umfassend: Einzahlungslimiten, Verlustlimiten, Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, ein Selbsttest und die Möglichkeit von Spielpausen sowie einer freiwilligen Spielsperre. Für die Beantragung einer Spielsperre verlangt Mycasino.ch eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweises — Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder den Schweizer Führerausweis. Auszahlungen dauern 1 bis 3 Werktage, je nach Wochentag, Uhrzeit und Bank, und es fallen weder für Ein- noch für Auszahlungen Gebühren an. Der Mindestbetrag für eine Auszahlung liegt bei CHF 10.-; liegt das Guthaben darunter, kann es vollständig ausgezahlt werden.

Wer mit fünfzig Franken spielen will, ohne selbst einzuzahlen: Mycasino.ch bietet keinen entsprechenden dauerhaften Bonus ohne Einzahlung. Die Willkommensstruktur setzt eine Mindesteinzahlung von CHF 10.- voraus.

Casino777.ch — die gebührenfreie Einzahlung

Casino777.ch ist die Online-Variante des Casino Davos und seit dem 9. September 2019 verfügbar. Das Angebot an Zahlungsmethoden ist breit: Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung, alle ohne Einzahlungsgebühren. Was Casino777.ch auszeichnet, ist die klare Politik, dass keine Gebühren erhoben werden — weder auf der Einzahlungs- noch, nach den vorliegenden Informationen, auf der Auszahlungsseite.

Für die Frage nach einem Bonus ohne Einzahlung finden sich in den geprüften Quellen keine konkreten Angaben. Das Werbeversprechen liegt eher in der Breite der Zahlungsmethoden und der Gebührenfreiheit. Wer ein Casino sucht, bei dem die Einzahlung sofort und ohne Aufschlag verbucht wird, ist hier richtig.

Swiss Casinos — die Breite des Live-Angebots

Swiss Casinos (Swisscasinos.ch) gehört zum Casino Pfäffikon und ist seit dem 2. September 2019 online. Die Liste der akzeptierten Einzahlungsmethoden ist besonders lang: Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung. Diners Club und Discover sind in der Schweiz eher seltene Karten — wer eine solche Karte besitzt, findet hier einen Anbieter, der sie annimmt.

Die Frage nach einem Startguthaben ohne Einzahlung lässt sich auch hier anhand der vorliegenden Quellen nicht mit einer konkreten Zahl beantworten. Swiss Casinos bewirbt das Angebot im Rahmen seines regulären Spielangebots und der konzessionierten Spielbank.

StarVegas.ch — niedrige Hürde, breites Portfolio

StarVegas.ch gehört zum Casino Interlaken und ist seit dem 24. Februar 2020 online. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-, und das Portfolio der Zahlungsmethoden ist mit VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard breit aufgestellt. Skrill und Neteller sind bei vielen Schweizer Anbietern nicht verfügbar — wer mit E-Wallet einzahlen will, ist hier richtig.

Was die Bonusstruktur angeht, liegen keine konkreten Angaben zu einem dauerhaften Startguthaben ohne Einzahlung vor.

7melons — TWINT im Fokus

7melons gehört zum Grand Casino Bern und ist seit dem 15. September 2020 online. Der Mindestbetrag für Einzahlungen liegt bei CHF 10.-, bei PostFinance ist der Höchstbetrag auf CHF 100’000.- gedeckelt — ein hoher Wert, der vor allem für High-Roller interessant ist, die mit grossen Beträgen einzahlen wollen. Akzeptiert werden TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard.

Auch hier gilt: Die Frage nach einem Startguthaben ohne Einzahlung lässt sich anhand der vorliegenden Quellen nicht eindeutig beantworten. 7melons setzt auf TWINT und auf das hohe PostFinance-Limit als Unterscheidungsmerkmal.

Admiral.ch — das neue Online-Angebot aus Mendrisio

Admiral.ch gehört zum Casino Mendrisio und ist seit dem 16. Juli 2025 online — eines der jüngeren Angebote. Die Zahlungsmethoden umfassen Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und Twint, alle sowohl für Ein- als auch für Auszahlungen. Was Admiral.ch von den älteren Häusern unterscheidet, ist die Kombination aus neuer Online-Plattform und der Erfahrung eines Casinos, das seit Jahrzehnten besteht.

Für die Frage nach einem Bonus ohne Einzahlung liegen keine konkreten Angaben vor. Das Angebot ist jung genug, dass sich Strukturen noch entwickeln können.

Swiss4win.ch — die sofortige Gutschrift

Swiss4win.ch gehört zum Casino Lugano und ist seit dem 1. März 2021 online. Bei TWINT-Einzahlungen beginnt der Mindestbetrag bei CHF 10.-, es fallen keine Zusatzgebühren an, und die Gutschrift erfolgt sofort, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist. Wer auf Geschwindigkeit bei TWINT angewiesen ist, findet hier ein klares Versprechen.

Pasino.ch — der tiefe Auszahlungs-Mindestbetrag

Pasino.ch gehört zum Casino Meyrin und ist seit dem 16. November 2020 online. Die akzeptierten Einzahlungsmethoden sind Twint, Apple Pay, Visa, Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller, Skrill und Banküberweisung; die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-, der Mindestbetrag für eine Auszahlung lediglich CHF 0.01. Wer ein kleines Restguthaben auszahlen will, ohne auf die nächste Einzahlung warten zu müssen, ist hier richtig.

Casineo.ch — der neueste Online-Zugang

Casineo.ch gehört zum Casino Locarno und ist seit dem 17. März 2026 online — das jüngste Online-Angebot der konzessionierten Häuser. Die Mindesteinzahlung liegt für alle Einzahlungsmethoden bei CHF 10.-; zu den Zahlungsmethoden gehören TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Was das Haus von den älteren Mitbewerbern unterscheidet, ist die Kombination aus einem jungen Online-Auftritt und einem etablierten Casino dahinter.

Was die Werbung verschweigt: Die Rechnung hinter dem Bonus

Wer einen Bonus annimmt, sollte die Rechnung im Kopf haben, bevor er auf «Bonus holen» klickt. Die folgende Beispielrechnung zeigt, was eine Umsatzbedingung konkret bedeutet.

Nehmen wir ein Startguthaben von CHF 50.- mit einer 35-fachen Umsatzbedingung an Slots. Das ist ein typischer Wert, wie er bei Mycasino.ch für den Einzahlungsbonus angegeben ist. Wer das Bonusgeld an Spielautomaten mit einem durchschnittlichen Einsatz von CHF 0.50 pro Spin und einer Auszahlungsquote (RTP) von rund 96 % spielt, muss den Bonus 35-mal umsetzen, also CHF 1’750.- an Spielumsatz generieren. Bei einem Einsatz von CHF 0.50 pro Spin sind das 3’500 Spins. Wer im Schnitt 5 Sekunden pro Spin braucht, sitzt etwa 4 Stunden und 52 Minuten an den Automaten, um die Bedingung zu erfüllen — vorausgesetzt, RTP und Spielgeschwindigkeit entsprechen den genannten Werten.

Was während dieser 4 Stunden und 52 Minuten passiert, ist nicht «gratis». Bei einem RTP von 96 % bleibt von den CHF 1’750.- Umsatz statistisch ein Verlust von etwa CHF 70.-, bevor die Umsatzbedingung überhaupt erfüllt ist. Der «geschenkte» Bonus hat also, bevor der erste Franken ausgezahlt wird, bereits einen statistischen Wertverlust erlitten.

Diese Rechnung gilt unter der Annahme, dass ausschliesslich der Bonusbetrag — und nicht auch die Gewinne aus dem Bonus — umgesetzt werden muss. Bei manchen Anbietern ist die Umsatzbedingung auf «Bonus + Gewinne» ausgelegt, was die erforderliche Spieldauer deutlich verlängert.

Die Bandbreite der erforderlichen Spielzeit hängt vom Umsatzfaktor und vom RTP des gewählten Spiels ab. Bei einem 30-fachen Faktor, einem Einsatz von CHF 0.50 pro Spin und einem RTP von 96 % liegt die erforderliche Spielzeit für ein CHF-50-Startguthaben in der Grössenordnung von etwa 4 Stunden. Bei einem 50-fachen Faktor sind es rund 6 Stunden und 50 Minuten, unter sonst gleichen Bedingungen. Wer mit höheren Einsätzen spielt, ist schneller durch — verliert aber statistisch auch mehr pro Zeiteinheit. Wer mit kleineren Einsätzen spielt, braucht länger, verliert aber weniger pro Spin.

Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Rechnung: Ein Startguthaben ohne Einzahlung ist kein geschenktes Geld, sondern ein umsatzpflichtiger Vorschuss. Wer die Umsatzbedingung nicht innerhalb der Frist erfüllt, verliert den Bonus und alle Gewinne daraus. Wer sie erfüllt, hat statistisch einen Teil des Bonus verloren, bevor die Auszahlung überhaupt möglich wird.

Auszahlungsgrenzen und die Frage der Steuerfreiheit

Wer den Bonus durchgespielt hat und einen Gewinn erzielt, steht vor der nächsten Frage: Wie viel davon kommt tatsächlich an, und muss davon etwas versteuert werden?

Viele Anbieter begrenzen den maximalen Auszahlungsbetrag aus einem Bonus. Das ist der Betrag, der ausgezahlt wird, selbst wenn der Gewinn auf dem Konto darüber liegt. Wer einen Bonus von CHF 50.- ohne Einzahlung aktiviert und an einem progressiven Jackpot-Slot CHF 1’000.- gewinnt, kann am Ende mit weniger als den tausend Franken dastehen — wenn der Anbieter eine Auszahlungsgrenze für Bonusgewinne gesetzt hat. Die genauen Grenzen sind in den Bonusbedingungen jedes Anbieters festgehalten, und sie sind der Punkt, an dem die Rechnung des Spielers endgültig wird.

Steuerlich sieht es für Schweizerinnen und Schweizer so aus: Gewinne aus einem Schweizer Online-Casino mit ESBK-Konzession sind bis CHF 1’000’000 steuerfrei, wobei dieser Wert für 2026 indexiert bei rund CHF 1.07 Millionen liegt. Darüber fällt die Verrechnungssteuer von 35 % auf den übersteigenden Betrag an. Gewinne aus nicht-konzessionierten oder ausländischen Anbietern sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Das ist der zweite Grund, warum das Spielen auf nicht-konzessionierten Seiten nicht nur rechtlich riskant, sondern auch steuerlich nachteilig ist: Das, was auf den ersten Blick nach mehr Bonus und weniger Regeln aussieht, kostet am Schluss einen grösseren Anteil des Gewinns.

Wichtig: Diese Angaben sind Modellbetrachtungen. Wer sichergehen will, fragt seinen Steuerberater.

Warum «gratis» nicht gratis ist — und warum das hier wichtig ist

Die Werbung für Startguthaben ohne Einzahlung lebt von der Suggestion, dass ein solches Angebot «gratis» sei. In der Mechanik ist es das nicht. Drei Kostenpositionen fallen an, bevor der erste Franken ausgezahlt wird:

  1. Die Umsatzbedingung. Sie ist der Preis dafür, dass das Casino das Geld überhaupt zur Verfügung stellt. Je höher der Faktor, desto mehr muss umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist.

  2. Die Auszahlungsgrenze. Sie ist die Versicherung des Casinos dafür, dass ein grosser Glückstreffer nicht den Werbeetat sprengt. Wer den Bonus nutzt und gross gewinnt, kann unter dem Betrag bleiben, den der Anbieter auszahlt.

  3. Der RTP-Verlust während des Umsatzes. Auch wer die Bedingung erfüllt, hat statistisch einen Teil des Bonus verloren, weil das Casino an jedem Spin einen Hausvorteil hat. Dieser Verlust ist die Gegenleistung des Casinos für das «Geschenk».

Diese drei Punkte zusammen machen aus «gratis» ein Tauschgeschäft: Der Spieler erhält einen Bonus, das Casino erhält im Gegenzug eine garantierte Spielmenge und einen statistisch erwarteten Verlust. Beide Seiten bekommen, was sie wollen. Wer das Geschäft versteht, kann den Bonus als das nehmen, was er ist: ein Werkzeug, um ein Casino kennenzulernen, nicht ein Weg, um reich zu werden.

Was Spielerinnen und Spieler aus diesem Markt mitnehmen

Wer in der Schweiz online spielen will, hat keine Wahl zwischen «Schweizer Casino» und «ausländischem Casino». Es gibt nur zehn konzessionierte Anbieter, allesamt digitale Verlängerungen bestehender Schweizer Spielbanken. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, spielt ohne ESBK-Schutz, ohne Schweizer Rechtsdurchsetzung im Streitfall und ohne Steuerfreiheit bis zur Freigrenze.

Wer einen Bonus annimmt, sollte die Umsatzbedingung, die Frist und die Auszahlungsgrenze lesen, bevor er spielt. Wer ein Einzahlungslimit setzen will, kann das bei jedem Anbieter tun. Wer eine Pause braucht, kann sie zwischen 15 Minuten und 6 Monaten festlegen. Wer eine Spielsperre braucht, beantragt sie mit Ausweiskopie, und sie gilt in der ganzen Schweiz und in Liechtenstein.

Wer merkt, dass die Kontrolle kippt, sollte nicht warten, bis das Limit reicht. Die Hilfsangebote sind da, und sie sind kostenlos.

Die Rechtslage: Wer spielen darf und wer nicht

Das Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, regelt den Schweizer Glücksspielmarkt. Eine eigenständige Online-Konzession gibt es nicht; nur eine Schweizer landbasierte Spielbank mit einer Bundesbewilligung darf ein Online-Casino betreiben, und zwar als Erweiterung ihrer Konzession. Im Jahr 2026 sind das die zehn Häuser, deren Online-Plattformen in der Übersicht «Die zehn konzessionierten Anbieter im Vergleich» aufgeführt sind.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Stichpunkten liegt neben einer Brille auf einem Holzschreibtisch bei Tageslicht.
Bei Casineo beträgt die Mindesteinzahlung für alle Zahlungsmethoden CHF 10.-.

Wer in der Schweiz wohnt und bei einem anderen Anbieter spielt, spielt auf einer Seite, die nicht von der ESBK beaufsichtigt wird. Die ESBK stellt klar: Spielerinnen und Spieler werden nicht strafrechtlich verfolgt, aber sie spielen auf eigenes Risiko und ohne den Schutz des Schweizer Rechts. Im Streitfall bleibt der Schweizer Rechtsweg praktisch ahnungslos. Die ausländischen Anbieter werden zudem auf der nationalen Sperrliste geführt und sind in der Schweiz per DNS gesperrt — wer sie nutzt, umgeht diese Sperre bewusst.

Die Werbung für Glücksspiele ist im Geldspielgesetz geregelt. Werbung darf weder aufdringlich noch irreführend sein, und sie darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für nicht-konzessionierte Spiele ist verboten.

Was die Konzession konkret bedeutet: Die ESBK beaufsichtigt die Spielbanken, prüft die Einhaltung des Sozialkonzepts, kontrolliert die Spielsperre und schaut auf die finanziellen Verhältnisse der Spielenden. Wer hohe Einsätze spielt, muss belegen, dass sein Einkommen und Vermögen diese Einsätze tragen. Wer das nicht kann, wird gesperrt.

Häufige Fragen rund um den CHF-50-Bonus ohne Einzahlung

Welche Schweizer Anbieter haben überhaupt eine ESBK-Konzession für ein solches Startguthaben?

Im Jahr 2026 besitzen zehn Online-Casinos eine ESBK-Konzession als Erweiterung ihrer landbasierten Spielbank: Casino777.ch, Swiss Casinos, StarVegas.ch, Casineo.ch, 7melons, Admiral.ch, Jackpots.ch, Mycasino.ch, Swiss4Win.ch und Pasino.ch. Ein dauerhaftes Startguthaben von CHF 50.- ohne Einzahlung ist in den geprüften Quellen dieser Häuser nicht durchgängig ausgewiesen; die Werbung setzt mehrheitlich auf Einzahlungs-Willkommenspakete und Freispiele.

Welches Land-Casino steht hinter dem jeweiligen Online-Angebot?

Hinter jedem Online-Angebot steht ein landbasiertes Casino: Casino777.ch gehört zum Casino Davos, Swiss Casinos zum Casino Pfäffikon, StarVegas.ch zum Casino Interlaken, Casineo.ch zum Casino Locarno, 7melons zum Grand Casino Bern, Admiral.ch zum Casino Mendrisio, Jackpots.ch zum Grand Casino Baden, Mycasino.ch zum Grand Casino Luzern, Swiss4Win.ch zum Casino Lugano und Pasino.ch zum Casino Meyrin.

Was passiert mit einem Startguthaben ohne Einzahlung, wenn eine Spielsperre aktiv ist?

Eine bei einem konzessionierten Anbieter beantragte Spielsperre gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der ganzen Schweiz und in Liechtenstein. Wer gesperrt ist, kann kein Konto eröffnen, keine Einzahlung vornehmen und kein Startguthaben beanspruchen. Eine bereits gutgeschriebene Bonusgutschrift verfällt in der Regel mit der Sperre; die genauen Bedingungen legt jeder Anbieter in seinen AGB fest.

Welche Einzahlungslimiten kann man vor der ersten echten Einzahlung selbst festlegen?

Bei den konzessionierten Anbietern können Spielerinnen und Spieler Einzahlungslimiten, Verlustlimiten und Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit selbst festlegen. Bei Jackpots.ch etwa kann ein wöchentliches Einzahlungslimit von CHF 50.- gesetzt werden, bei Mycasino.ch gehören Einzahlungs- und Verlustlimiten zum Standard. Auch eine Spielpause zwischen 15 Minuten und 6 Monaten ist vor der ersten Einzahlung möglich.

Welche Bedingungen muss ein Startguthaben ohne Einzahlung erfüllen, bevor eine Auszahlung möglich ist?

Üblich sind eine Umsatzbedingung (typisch 30- bis 50-fach), eine Frist (oft 30 Tage), eine Begrenzung der Spiele (Slots zählen voll, Tischspiele oft weniger oder mit höherem Faktor) und eine maximale Auszahlungsgrenze für Bonusgewinne. Wer diese Bedingungen nicht innerhalb der Frist erfüllt, verliert den Bonus und alle daraus erzielten Gewinne. Bei Jackpots.ch beträgt die Umsatzbedingung 30-fach an Slots und 300-fach an Tischspielen, bei Mycasino.ch 35-fach innerhalb von 30 Tagen.

Bleiben Gewinne aus einem solchen Startguthaben steuerfrei?

Gewinne aus einem Schweizer Online-Casino mit ESBK-Konzession sind bis rund CHF 1.07 Millionen steuerfrei, darüber fallen 35 % Verrechnungssteuer auf den übersteigenden Betrag an. Gewinne aus nicht-konzessionierten oder ausländischen Anbietern sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Bei grösseren Beträgen empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Steuerberater.